Pulsar-Interview 1
Mentalakademie-Austria


  Mental stark durch die Krise! 

In der Ausgabe 4-2009 gaben wir der Zeitschrift
PULSAR ein Interview zum Thema: "Mental stark durch die Krise!" Da dieses Thema nach vor vor sehr präsent ist und viele Menschen zunehmend wirtschaftlich und auch psychisch von der Krise betroffen sind, bringen wir hier das gesamte Interview zum Nachlesen (im Pulsar erschien damals nur ein komprimierter Auszug dieses Interviews). In persönlichen Gesprächen konnten wir jedoch mehrfach feststellen, dass dieses Thema nach wie vor aktuell ist. Viele Menschen sind logischerweise verunsichert und möchten sich mental stärken. 


Was kann man aus mentaler Sicht tun?

Der im Pulsar veröffentlichte Text kann durch Anklicken des neben-stehenden Zeitungs-Ausschnittes vergrößert werden. Wie bereits oben erwähnt wurde dort aus Platzgründen nur ein Teil des gesamten Interviews abgedruckt. Hier ist nun die komplette Version:

Das Interview führte Pulsar-Herausgeber Kurt Bach mit 
Diplom Mentaltrainer Wolfgang Hauptwall
Kursleiter der Mentalakademie-Austria:


Zeitschrift Pulsar: Die Krise ist in aller Munde. Wie kann man sich dafür mental stärken?

Hauptwall: Generell möchte ich dazu sagen, dass die Krise grundsätzlich auch eine Chance bietet, nämlich die Chance, etwas zu verbessern – oder die Chance zur Umkehr. Die Krise zeigt auf, dass etwas schiefgelaufen ist! Zum Umgang mit der Krise haben wir einige wichtige Punkte ausgearbeitet, die vielen Menschen helfen können, mental stark die Krise zu bewältigen. Siehe dazu die nachfolgenden 5 Punkte:

1.) Wahrnehmung der Krise
2.) Sich bewusst machen, wer oder was die Krise verursacht hat
3.) zukunftsorientiert denken: Also was soll sich ändern?
4.) Visionen für eine positive Welt entwickeln
5.) Nach dem "neuen Denken" handeln.


Zeitschrift Pulsar: Was verstehen Sie unter "Wahrnehmung der Krise"?

Hauptwall: Die Krise bewegt die Menschen. Viele sind sogar von ihr betroffen – direkt oder indirekt. Es geht meiner Meinung darum, dass man einerseits die Krise nicht wegdiskutieren – sie andererseits aber auch nicht überbewerten soll. Stattdessen wäre eine nüchterne Realitäts-Analyse sinnvoll. Wegdiskutieren soll man die Krise deswegen nicht, weil man ja dann keinen Anlass hat, etwas zu ändern. Alles würde dann den bisherigen Weg weiter gehen. Aber jede Krise beinhaltet auch den Auftrag, etwas zu verändern! Deshalb gibt es ja die Krise. Um mental stark zu bleiben sind die nachfolgenden Tipps sehr wichtig:

Fassung bewahren, also nicht durch jede Kleinigkeit aus der Fassung bringen lassen;
in allen Situationen (besonders in unangenehmen oder unliebsamen) gibt es auch was Positives. Dieses Positive sollte man suchen. Grundsätzlich sollte man versuchen, immer positiv zu denken und auch die Chancen und Möglichkeiten zu sehen. Dazu ist aber ein konsequentes Mentaltraining erforderlich, wie eben auch im Sport. 


Zeitschrift Pulsar: Der nächste Punkt wäre dann das Bewusstmachen der Ursachen, oder?

Hauptwall: Ganz genau. Wir sollten uns bewusst machen, wer oder was diese Krise ausgelöst, also verursacht hat. Wer konnte so eine weltweite Krise verursachen und wie? Wie viele Medien schon umfangreich analysiert und berichtet haben, wurde diese weltweite Finanzkrise von den USA verursacht. Und die Grundlage dafür war die Tatsache, dass alles auf Unwahrheiten und Betrug aufgebaut war. Eine sogenannte Blase z.B. ist ja schon eine unseriöse Konstruktion, bei der das Platzen schon eingebaut ist. Es gibt dann viele Verlierer und wenige Gewinner. Dieses System hat die Krise verursacht!


Zeitschrift Pulsar: Man sollte sich also um das System Gedanken machen?

Hauptwall: Ja, es soll nicht ständig der gleiche Fehler gemacht werden. Es geht vor allem um das extrem kapitalistische Denken und um die Dollar-Zeichen in den Augen! Es geht um die Einstellung, dass mit Geld alles zu lösen ist. Die Menschen haben der Regierung und dem Geldwesen die ganze Macht überlassen (nicht übertragen). Von denen wurde und wird die Gewinnmaximierung unter allen Umständen vorangetrieben. Dabei wird weder die Seriösität, noch die Wahrheit berücksichtigt und auch nicht die sozialen Aspekte oder die Grundrechte der Menschen! Es wurde nur auf grenzenloses Wachstum gesetzt, am besten durch grenzenlosen Gewinn! Das gibt es aber nicht! Es ist auch nicht notwendig! Und welchen Sinn hätte auch ein grenzenloses Wachstum? Wachstum sollte in der Qualität erfolgen, nicht in der Quantität! All diese geistigen Fehler werden jetzt durch die Krise schmerzhaft aufgezeigt. Es wurde aufgezeigt, wohin dieses falsche Denken führt, nämlich zu Nachteilen für Milliarden von Menschen. Aus der Finanzkrise ist eine weltweite Wirtschaftskrise geworden! Dieses System ist zurecht in der Krise!


Zeitschrift Pulsar: Welchen mentalen Weg aus der Krise sehen Sie?

Hauptwall: Ich nenne den Weg: Neues Denken“. Es ist also ein wirkliches Umdenken notwendig. Es ist wichtig, neue positive Visionen für die Zukunft, zu entwickeln. Konfuzius hat schon vor mehr als 2.000 Jahren vom „Edlen“ gesprochen. Dieses „Edle“ ist in der Zwischenzeit leider ziemlich verschwunden. Aber genau diese Qualität des internationalen Handelns brauchen wir. Also ein klares, freies, faires und für alle Menschen nachvollziehbares System!  Damit werden auch alle Menschen mental gestärkt, weil sie davon echt profitieren!


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